Buchtipps


Buchtipps zum Thema Krebs

Beim Leben meiner Schwester  
von Jodi Picoult


475 Seiten
Ohne ihre Schwester Anna kann Kate Fitzegerald nicht leben: Sie hat Leukämie. Doch eines Tages weigert sich die dreizehnjährige Anna, weitrhin Knochenmark zu spenden....

Ich habe das Buch während meiner Chemo gelesen, und fand es richtig gut! Denn es verhamlost nichts! Man erfährt viel über die Krankheit und über den Umgang mit ihr. Ich fand es so gut, das ich es meinen Freunden in die Hand gedrückt habe, damit sie es lesen.
Das Buch wirft Ethische Fragen auf und klingt noch lange im Kopf nachhallen.

Achja, ich würde euch raten, lest erst das Buch bevor ihr den Film schaut! Denn leider wurde im Film viel abgeändert....


Bevor ich sterbe 
von Jenny Downham


317 Seiten
Wie lebt man, wenn der Tod immer dabei ist? Darf man Liebe einfordern, wenn man stirbt? Tessa ist 16 Jahre jung, als ihr die Ärzte sagen, das der Kampf gegen die Leukämie nach 4 Jahren verloren ist.
Nichts von dem, was das Leben in diesem Alter sonst an Verheißungen bereithält, soll sie demnach erleben. Doch damit kann sie sich nicht abfinden. Bevor sie stirbt, will sie wenigstens wissen, was ihr denn da tatsächlich alles vorenthalten wird: Sie will Sex haben, einmal etwas Verbotenes tun, Drogen nehmen. Vorher will sie nicht sterben. Auf keinen Fall!

Das Buch fand ich sehr gut. Mir ist bewusst geworden, wie nah man mit Krebs am Tot vorbeischrammt. Tessa hat viele Gedanken, die mir auch während der Chemo durch den Kopf geschwirrt sind.
Das Ende wird quasi schon im Buchtitel verraten, was einem aber nicht das Leserlebniss nimmt. Am Anfang dreht sich noch alles um Tessas Liste, diese rückt aber im laufe des Buches immer weiter in den Hintegrund.


Wie man unsterblich wird - jedeMinute zählt
von Sally Nicholls

195 Seiten
Sam ist krank und weiß, wie es um ihn steht. Aber er verzweifelt nicht, sondern beschließt, die Zeit zu nutzen: Er stellt Fragen, die er früher nicht gestellt hat. Wieso Gott Kinder krank werden lässt zum Beispiel. Oder ob die Welt noch da sein wird, wenn es ihn vielleicht nicht mehr gibt. Die Erkentnisse übersich und die Welt, schreibt er in sein Tagebuch. 
Darin hält er auch die Wünsche fest, die er nocht hat: ein Mädchen küssen, einen Weltrekord aufstellen oder in einem Luftschiff fahren. 
Wie er schafft, sich seine Wünsche auf höchst originelle Art und Weise zu erfüllen, davon erzählt dieses ebenso erschütternde wie ermutigende Buch.

Das Buch ist zwar von der Thematik in etwa so wie "Bevor ich sterbe" , aber dennoch ganz anderes. Es ist zum Beispiel viel kindlicher geschrieben und es ist ganz anderes aufgeteilt. Zwischendrin gibt es immer mal wieder Bilder und Listen und seine Wünsch (also die Dinge die er unbedingt noch machen will) spielen eine Zentralerolle. Außerdem erfährt man nichts über die Wirkung von Sam auf seine Außenwelt (also die gesunden Menschen).
Mir hat es trotzdem gut gefallen. Und irgendwie war es mal etwas anderes, bei diesen schweren Thema eine verhältnissmäßige leichte Lektüre zu haben.

Fremdkörper
von Miriam Pielhau

206 Seiten
Anfang 2008 wurde bei der bekannten TV-Moderatorin Miriam Pielhau ein Tumor in der Brust festgestellt. Die erschütternde Diagnose: Er ist bösartig - es handelt sich um Krebs. Die Ärzte drängen zur Eile, Sie durchläuft innerhalb kurzer Zeit das komplette Programm mit OP, Chemo und Bestrahlung.
Sie rasiert sich die Haare ab und kämpft gegen den Krebs. Dabei vrsucht sie so wenig wie möglich von ihrem Normalen Leben abzuweichen. Ihr Motto: Gib nicht auf und Kämpfe!

Am Anfang dachte ich, dass das Buch nur Geldmacherrei ist. Aber irgendwie wurde ich dann doch neugirig. Und ich habe es eigentlich nicht bereut. Es ist qusi wie ein Tagebuch geschrieben. Und anderes als bei den Büchern oben, ist diese Geschichte wirklich passiert.
Was ich wirklich interessant fand, war mal auf der anderen Seite zu stehen. Damit meine ich den ganzen Kram mit der Presse, denn normalerweise sehen wir Normalos das ganze von der Beobachteseite. In dem Buch steht man quasi im Auge des Sturms und merkt das nicht jede Schlagzeile gewollt ist. Man erlebt mit wie Sie versucht ihr noramles Leben fohrt zu führen, ihren Beruf nach geht, sich über die Presse ärgert und gegen den Krebs kämpft.

Aber Fairerweise muss ich sagen, wäre sie nicht "berühmt" glaub ich nicht, dass das Buch veröffentlicht worden wäre.

Oben ohne - die Entscheidung zu leben 
von Evelyn Heeg

253 Seiten
Evelyn Heeg ist Trägerin eines Gendefekts. Sie wird mit über achtzigprozentiger Wahrscheinlichkeit jung an Brustkrebs erkranken. Vier Frauen in ihrer Familie sind bereits daran gestorben - auch ihre Mutter. Sie trifft die Entscheidung zu leben.... 

...und lässt sich ihre Brüste amputieren und wieder herstellen.

Das Buch handelt eigentlich von der Angst vor den Krebs. Ob Sie jetzt wirklich an Krebs erkrnkt wäre, kann ihr im Nachhinein niemand sagen. Wenn man das Buch liest, rätselt man selbst mit ob man in ihrer Lage das gleiche getan hätte.
Das Buch ist ebenfalls wie ein Tagebuch geschrieben. Es wird allerdings nicht nur von Evelyn Heeg erzählt, sondern auch ab und zu von ihren Mann.
Ich fand das Buch total interessant, weil man viel über die Weitervererbung von Brustkrebs erfährt.
Alerdings muss ich auch zugeben das ich hin und wieder Seiten überblättert hab, weil mir es einfach zu langatmig war.

Heute bin ich blond  
von Sophie van der Stap

239 Seiten
Eine andere Frisur, ein anderer Mensch? Als man bei Sophie van der Stap mit einundzwanzig Jahren Krebs diagnostiziert, möchte sie sich am liebsten verwandeln. Sie erkennt sich selbst nicht wieder - bis sie neun verschiedene Perücken kauft. Wie Sophie mit ihrer Krankheit fertig wird, ist einzigartig. (Weiter wollte ich den Klappentext nicht aptippen weil ich die folgenden Sätze total übertrieben fand -.-* ).

Das Buch fand ich -vorweg gesagt- nicht so toll wie die anderen. Es liest sich auch hier wieder, wie in einem Tagebuch. Stellenweise ist mir die Hauptperson richtig auf den Keks gegangen. Mit ihren Fanasien, die sich um einen Doktor K. drehen ihren wechselnden Meinungen usw.
Man merkt einfach das sie eine unerfahrende Autorin ist, und dies ihr erstes Buch ist.
Während meiner Chemo war ich keine Perückenträgerin, vielleicht ist das mit einer der Gründe warum ich mit dem Buch nicht warm wurde....



Wenn ihr Bücher kennt, die hier auch auf die Seite gehören, dann schreibt das in die Kommentare


Kommentare:

  1. Ich habe noch ein Buch über Krebs.
    Es heißt "Ich will nicht, dass ihr weint" von Jennifer Cranen. Es ist das Krebstagebuch von Jenni, die den Kampf gegen den Krebs aber leider verloren hat. Ein schönes Buch wegen ihrem Lebensmut, ein trauriges, wegen ihrem schlimmen Schicksal. Der Erlös des Buches geht an eine Krebsstiftung, die Jennies Mutter gegründet hat, was ich auch toll finde. Vielleicht willst du das ja auch mal lesen?

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  2. Das Buch von Jennifer Cranen fand ich sehr bewegend, weil ich schon immer wissen wollte, "was genau" man unter einer Chemotherapie usw. versteht, bzw. was man dabei erlebt.
    Ich fand es sehr traurig, weil sie ihre Gedanken und Gefühle aufschreibt und gleichzeitig so schockierende Diagnosen, die sie in Bezug auf ihre Erkrankung erhält.
    Ich habe das Buch an einem Tag ausgelesen, weil ich es sehr toll geschrieben fand und sehr überwältigend und gleichzeitig wie gesagt auch vorher Interesse daran hatte, was man bei einer solchen Erkrankung durchmacht.

    LG

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  3. Maaaan Dexa, warum liest du denn die gleichen Bücher wie ich??? :D
    Empfehlenswert sind auch noch:

    "Jetzt ist heute" von Kora Decker
    "Sehen wir uns morgen?" von Alice Kuipers
    "Die Hälfte des Himmels gehört Bo" von Dagmar H. Mueller
    "Vom Krebs gebissen" von Marion Knaths



    Greetz von der Lily

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  4. Dass du "heute bin ich blond" nicht gut fandest hat nichts damit zu tun, dass du keine Perücken getragen hast. Sie hat ja die gleiche Krankheit wie ich und mittlerweile besitze ich auch ein paar Perücken, aber das ganze Buch war mir ehrlich gesagt zuwider. Der Schreibstil ist grottig und sie heult mir zu viel rum, dass sie sooo totkrank ist. Nicht mein Fall.

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  5. "Heute bin ich blond " fand ich auch nicht so toll... Ich habs mir gekauft weil ich dachte, hey, cool, die gleiche Krankheit wie ich, aber irgendwie war genau das der Fehler. Allein wenn man ließt wie sehr sie sich freut, dass sie nicht Stadium 4 ist weil sie dann ja schon so gut wie tot wäre, fühlt man sich dann als Stadium-4-Patient doch etwas verarscht. Und dieses Rumgeschwärme für den Doc find ich auch nur nervig und peinlich.

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  6. Diana Beate Hellmann - Zwei Frauen
    Sehr zu empfehlen

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  7. Hey, jetzt hab ich auch endlich mal dien Blog gefunden :D
    ich hba schon beim leben meiner schwester gelesen und hab endlich den film dazu ( von meiner besten freundin geschenk bekomm).

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  8. Ein Buch das ich echt gut fand: Krebs ist doof - von Eva Hungershausen.

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  9. Also ich les grad "superhero" von Anthony McCartein. Bis jetzt find ich es eig. ganz gut, vielleicht nen bisschen gewöhnungsbedürftig geschrieben... Mal sehen wie es noch wird;)

    Ps.: einige von euch kennen vielleicht auch eher den dazugehörigen Film "am ende eines viel zu kurzen Tages", hab ich allerdings auch noch nicht gesehen:)

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  10. Judith End, "Sterben kommt nicht in Frage, Mama" ist eine wahre Geschichte einer 24jährigen, allein erziehenden Mama mit Brustkrebs. Ich fand das toll geschrieben.
    Irja Kass, "Tod auf Probe" habe ich noch nicht gelesen. Irja schreibt aber auf Blogspot und ihr Schreibstil ist wunderschön. Sie hat schon lange metastasierenden Brustkrebs, ist also unheilbar erkrankt. Der letzte Blogeintrag ist eine Weile her...hm. Das Buch möchte ich unbedingt demnächst lesen und bin schon ganz gespannt.

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    1. Das Buch von Irja Kass heißt "Tot auf Probe" und liest sich so weg. Vieles war mir so vertraut, dass ich lachen und heulen gleichzeitig musste. Nicht das Thema Krebs steht im Mittelpunkt, sondern eine Nebenwirkung der Chemo, das Hand- Fuß- Syndrom, das die Autorin derart plagt, dass man sie am liebsten aus dieser Hölle befreien möchte. Mit brennenden, blutenden Füßen und Händen reist sie allein nach Thailand in den Urlaub! Das ist so verrückt und doch so verständlich. Ich war begeistert.

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  11. Das buch "Wir treffen uns wieder in meinem Paradies" finde ich echt gut und du solltest es unbedingt lesen. Es geht um ein 15-jähriges Mädchen das krebs hat und die Geschichte bis zu ihrem tot aufschreibt, sie schreibt Briefe und ein Tagebuch an ihre Familie. Leider ist diese Geschichte wirklich passiert , finde ich persönlich sehr traurig was sie alles erleben

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  12. "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green. Sehr tiefgängig und sehr berührend!

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  13. Auch zu empfehlen ist der Film "Mein Leben ohne mich" .Der Film ist einfach gemacht, aber berührte meine Seele seeehr . LG

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  14. "Im Himmel warten Bäume auf dich" von Michael Schophaus. Ich habe Rotz und Wasser geheult!

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  15. Hey Maria,
    ich wusste bis jetzt gar nicht, dass du einen Blog hast.
    Meiner Meinung nach eine tolle Art mit Krebs "umzugehen".
    Von manchen dieser Bücher habe ich schon gehört, mich aber nie getraut, sie zu lesen...da bin ich wohl etwas sensibel.
    Liebe Grüße, Gini

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